Wir reisen jetzt seit zwei Wochen ohne Sprachkenntnisse durch Russland und haben uns wacker geschlagen. Es kann leider kaum jemand englisch. Als Backpacker ist es kein einfaches Pflaster. Im öffentlichen Nahverkehr ist nie etwas zweisprachig ausgeschildert. Kaum einer kann und kaum einer will helfen.
Aber wir erkennen, wenn auf einem Schild Restaurant steht (Pektoba) und kamen nach anfänglichen Schwierigkeiten auch im Metronetz von Moskau zurecht. Unsere Haltestelle nannten wir Ubetong Bindebap, weil sie ungefähr so geschrieben wurde. Manche Begriffe sind überraschend einfach zu merken, weil sie nur ein ski angehängt haben. Sekt heißt Champanski und Vegetarier heißt Vegetarijanski.
An der Grenze ist es allerdings am besten, überhaupt kein russisch zu verstehen.
Den Rubel haben wir grundsätzlich verstanden: Münzen sind nichts wert. Es gibt Scheine ab umgerechnet 20 Cent. Wenn man mit 1000 Rubel bezahlt (22 Euro), gibt es immer Stress. Am Geldautomaten gab es trotzdem nur maximal 6000 Rubel.
An jeder Kasse liegt ein großer Taschenrechner, um Touristen zu zeigen, wie viel etwas kostet.
Weitere Erkenntnisse:
- Oft gibt es Toilettenpapier nur am Eingang der Toilette und nicht in der Kabine
- Postkartenstände gibt es so gut wie nirgends
- Briefmarken hat nur die Post
- Die kyrillische Tastatur kann mit ALT + Shift gewechselt werden
- im Taxi muss für Gepäck extra bezahlt werden
- Essen wird immer mit Dill verfeinert. Selbst auf der Pizza ist Dill.
Auch wenn der Russe auf uns anfangs ruppig und desinteressiert wirkte, ist er bei genauerer Betrachtung ein lockerer Typ. Er lebt vom Westen unbeeindruckt den russischen Lebensstil. Die Hausmannskost ist vorzüglich und das Bier ist sehr zu empfehlen. Die Eisenbahn ist pünktlich und sicher. Kein Taxifahrer haute uns übers Ohr.
Das Land ist wunderschön.


Hallo Jungs,
wir sind beruhigt, dass zumindestens im Bier und Vodka kein Dill sind und warten gespannt auf die Veröffentlichung der Karaokenacht. A Star was born ?
Viele Grüße
Uta & HDG