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Liebesgrüße aus Москва31 07 09
Gestern Abend sind wir in den Zug in Kiev gestiegen. Gegen den ukrainischen Zug war das ein 5 Sterne plus Hotel. Das Zugpersonal hätte für russische Verhältnisse kaum freundlicher seien können und es wurde uns sogar Kaffee in unserem sehr komfortablen Abteil serviert. Minuten später klopfte der Ober vom Bordrestaurant und wollte uns die ganze Speisekarte vorlesen. Da ein Hauptgang jedoch 1000 Rubel (ca. 23€) kosten sollte, lehnten wir dankend und gestikulierend ab. Um 23:23h haben wir dann die ukrainisch-russische Grenze erreicht. Wir hatten im vor hinein natürlich wieder riesen Respekt vor jeglichen Zöllnern. Als ein ukrainischer Feldjäger mit Springerstiefeln unser Abteil betrat, wurden wir alle samt zu kleinen Häufchen. Mit Argusaugen durchsuchte er zwei unserer Rucksäcke aufs genauste, war aber keinesfalls auf irgendwelche Bestechungsgelder aus und er ließ uns ziehen. Auch der russiche Zöllner, der in unseren Vorstellungen der korrupteste sein müsste, ließ uns innerhalb von ein paar Minuten alleine, nachdem er unsere Namen durchgefunkt hatte. So passierten wir die Grenze und hatten noch ca. 4 Stunden Schlaf bis wir den Bahnhof Moskau-Kievskaja um 6:39h erreichten. Voll bepackt steuerten wir schnurstracks die Metro an. Jedoch fiel uns ein, dass wir noch keine Rubel hatten. Die Suche nach einem Geldautomaten stellte sich als schwierig heraus und wir wurden schon teilweise nervös. Immer noch als Tourist geoutet mit großen Rucksäcken durchs beängstigende Bahnhofsviertel zu ziehen. Überall Gesindel. Schließlich haben wir einen Geldautomaten gefunden und sind zurück zur Metro. Es war 7h morgens und es waren schon so viele Menschen in der Metro unterwegs, unglaublich. Nach einmaligem Umsteigen, waren wir zumindest an der Haltestelle, zu der wir mussten, jedoch wussten wir nicht ansatzweise in welcher Himmelsrichtung unser Hostel war. Intuitiv sind wir eine Richtung gegangen und haben angefangen Leute zu fragen und auf die Adresse unseres Hostels zu zeigen, aber die ersten 7 Leute wolten oder konnten uns nicht helfen. Die achte Dame konnte uns dann den Weg erklären, so dass wir um kurz vor 8h das Hostel erreicht haben. Das Godzilla Hostel ( http://www.godzillashostel.com ) macht einen super Eindruck, es ist alles super neu, Moderne Internetplätze, Flatscreen TV- room und sehr nettes Personal. Im Moment sind wir alle ziemlich gerädert von der halben Nacht und den Strapazen der Anreise. Wir können erst um 14h einchecken und haben in der ersten Nacht leider auch nur einen 10er Schlafsaal. So waren wir noch ein bißchen auf den Straßen unterwegs um etwas zu essen, immer die Augen um den Polizisten auszuweichen. Es heißt, die Polizei seien die größten Gauner. Da unser Visa noch nicht registriert ist, sind wir ständig auf der Lauer.
Später werden wir die Stadt genauer erkunden und morgen wollen wir zu Spartak Moskau.



